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Deutschland kann noch nicht als ökologisch nachhaltig bezeichnet werden

Univ.-Prof. Dr. Dietwald Gruehn, TU Dortmund

Univ.-Prof. Dr. Dietwald Gruehn, TU Dortmund

Klimawandel – Notwendigkeit zu verstärkter kommunaler und regionaler Kooperation im Rahmen formeller und informeller Planungsprozesse?

Seit Jahrzehnten wird in Deutschland wie auch in anderen Regionen der Welt über Nachhaltigkeit und die sich aus daraus ergebenden Konsequenzen für unterschiedliche Landnutzungen und das jeweilige Planungssystem debattiert. Das seit einigen Jahren zunehmend auch in der Öffentlichkeit wahrgenommene Themenfeld des globalen Klimawandels offenbart jedoch, dass das Planungssystem Deutschlands im Ergebnis noch weit davon entfernt ist, als ökologisch nachhaltig bezeichnet werden zu können.

Auch wenn neben der ökologischen Dimension die soziale und ökonomische Dimension als gleichrangig zur Bestimmung dessen angesehen werden, was Nachhaltigkeit sein soll, darf dabei nicht übersehen werden, dass die Tragfähigkeit ökologischer Systeme begrenzt ist und daher auch nur in beschränktem Maße verhandelbar ist. Dies bedeutet, dass ökologische Belange im Rahmen von planerischen Entscheidungen nicht in beliebigem Maße einer Abwägung zugänglich sind.

Evident ist, dass es vor allem im Rahmen kommunaler Entscheidungsprozesse zu einer intensiveren Kooperation mit Akteuren der regionalen Ebene, aber auch zwischen Praxis und Wissenschaft kommen muss, um kostspielige Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Über den Autor:

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dietwald Gruehn, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Raumplanung (IRPUD), Lehrstuhl Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, TU Dortmund. Studium Geographie, Landschaftsplanung und Öffentliches Recht, Universität Gießen, TU Berlin und Fernuniversität Hagen. 1997 Promotion, TU Berlin, über empirische Erfolgskontrollen von Planungsinstrumenten. 2004 Habilitation, TU Berlin, mit einer Arbeit über die Validität landschaftsökologischer Bewertungsmethoden. 2003/04 Gastprofessor, Institut für Landschaftsplanung der ″Swedish University of Agricultural Sciences″, Alnarp. 2005 - 2006 Leiter der Abteilung Umweltplanung, Austrian Research Centers – systems research GmbH, Wien/Seibersdorf. Seit September 2006 Univ.-Prof. für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung, TU Dortmund. Seit 2006 stellvertretender und seit 2008 Geschäftsführender Leiter des IRPUD. Arbeitsschwerpunkte: Weiterentwicklung landschafts- und umweltplanerischer Instrumente, empirische Erfolgs- und Wirkungskontrollen von Planungs- und Förderinstrumenten, nachhaltige Landnutzung, Anpassung an den Klimawandel, Validierung u. –entwicklung von Methoden zur Bewertung von Landschaftsfunktionen, Freiraumforschung. Gruehn hat an über 50 (teilweise internationalen) Forschungsprojekten mitgewirkt und verfügt über ca. 150 Publikationen.

Weitere Informationen: www.llp.tu-dortmund.de

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